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Orient-Express im Moments in Bremen
Musikalisch-Literarischer Reisekrimi
Musik & Literatur Konzert & Lesung Literatur & Musik Mellow Melange und Renato Grünig Orientexpress Ein musikalisch-literarischer Reisekrimi nach Graham Greene Renato Grünig: Sprecher Sonja Firker: Violine, Stimme und Blockflöte Matthias Schinkopf: Saxophone, Klarinette, Querflöte, Blockflöte und Percussion Ingo Höricht: Violine, Viola und Gitarre Michael Berger: Piano und Chord-Harp David Jehn: Kontrabass, Stimme, Banjo und Blockflöte Sonntag, 23. November, 20.00 Uhr, 28203 Bremen, Moments, Vor dem Steintor 65 Eine spannende und atmosphärisch dichte Reise durch Europa. Die Musik begleitet die Hauptpersonen des Graham Greene-Klassikers im Orient-Express von Ostende über Köln, Wien und den Balkan bis Istanbul. Die Beziehungen der Charaktere untereinander und die fast ständige Bewegung und Präsenz des Fahrens, die abwechslungsreiche Landschaft, durch die der Orient-Express fährt, und die verschiedenen Stationen, an denen er hält, legen vielfältige musikalische Assoziationen nahe. Die Kompositionen und Improvisationen von Mellow Melange sind Weltmusik im eigentlichen Sinne des Wortes: Musik ohne Stil- und Ländergrenzen, offen für Einflüsse und Anregungen aus allen Kulturen und Epochen. Arabische Melodik, Klezmeranklänge, krumme Balkanmetren, kammermusikalische Stimmführungen, jazzige Phrasierungen, virtuose Soli und immer wieder wunderschöne Melodien zum Darinversinken… Der Sprecher Renato Grünig (Schauspieler, Autor und Regisseur, ehem. Bremer Shakespeare Company, zur Zeit Stadttheater Lübeck), liest Ausschnitte aus dem Roman - streckenweise synchron zur Musik, welche die Handlung kommentiert bzw. konterkariert, streckenweise allein. Dann wieder erzählt die Musik auf sich gestellt und mit ihren Mitteln die Geschichte weiter. Greene benutzt eine sehr bildhafte, teilweise auch lyrische Sprache, die mit ihrer Schönheit und Intensität nicht nur die Handlung vermittelt sondern auch unmittelbar für sich wirkt. Ihre große literarische Kraft und ihr außergewöhnlicher Farbenreichtum befreien von der Notwendigkeit, die Story des Romans in allen Verästelungen und Details wiederzugeben. Durch diese einzigartige Fusion von Literatur und Musik wird der Zuhörer an die Hand genommen und durch Höhen und Tiefen der gegensätzlichsten Emotionen begleitet. Er wird Zeuge von Liebe, Mord, Eifersucht, Revolution und Intrige. Musik und Text intensivieren sich gegenseitig in magischer Weise: Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte - mit ihren eigenen Mitteln, auf ihre eigene Art und Weise - und verbinden sich so zu einem Ganzen, das Kopf, Herz und Sinne berührt. Pressestimmen Sechs verschlissene Reisekoffer stapeln sich auf schwarzer Bühne. Dazwischen ein paar Geigen, ein Cello, Schlagzeug, Saxofon – das Equipment von Mellow Melange. Die Bremer Musiker-Truppe hat den Orient-Express in Töne gesetzt – gekonnt und abwechselungsreich. Im Winter 1930 startet der Orient-Express in Ostende, fährt über Wien nach Istanbul. Unter seinen Passagieren sechs Menschen, die sich lieben, verführen und über’s Ohr hauen. Für jeden Charakter, jede Bahnstation und Gemütsregung zaubern Mellow Melange wohlüberlegte Programmmusik auf die Bühne. Ein bisschen Jazz, verspielter Blues, der Wiener Walzer löst im Dreiviertel-Takt orientalischen Leiergesang ab, und dazu liest Renato Grünig die Texte Greene’s – sehr ausdrucksstark und pointiert. Für das Publikum ein interessanter Abend. Wer dem Orient-Express seine ungeteilte Aufmerksamkeit zollt, wird den Waggons am Ende beglückt entsteigen und sich eines verstörend schönen Drama-Abends entsinnen. (Thomas Lenz, NDR 1, Welle Nord, 17.09.2007, 20.05) Für das Projekt Orient-Express nach dem 1932 entstandenen Roman von Graham Greene, das in den Kammerspielen über die Bühne ging, braucht es nicht einmal ein Bühnenbild. Sowieso sieht und hört man hier eher eine Art Hörbuch-Konzert für fünf Multi-Instrumentalisten und einen Vorleser. Den Bremer Musiker Ingo Höricht hat Greenes Roman zu einer Komposition inspiriert, die jetzt als Orient-Express-Suite die Stimme von Vorleser Renato Grünig mal trägt, mal treibt. Sie swingt zwischen Walzer und Klezmer, Lounge und Jazz durch die Stationen der Reise von Oostende bis Istanbul, wechselt mit den unterschiedlichen Protagonisten auch mal die Tonspur. (...) Das alles geschieht in einem Grundton, so mild melancholisch wie der Name der Band: Mellow Melange. (Kieler Nachrichten) Schon allein an der Dauer des Beifalls gemessen muss das Urteil für die Bremer Formation "Mellow Melange" gut ausfallen. Ganze vier Minuten applaudierten die Zuschauer im übervollen Blauen Saal des Kulturhauses (Kasch), nachdem der Orient-Express seinen Zielort erreicht hatte. Die Musikgruppe nahm das Publikum mit auf eine Reise quer durch Europa. (Weser-Kurier) Orient-Express in voller Fahrt Insgesamt ein lebendes Hörbuch der Extraklasse, live und in Farbe – perfekt! (Nordhannoversche Zeitung) Eine aufregende Reise mit dem Orient-Express Diese Fusion von Literatur und Musik war ein Erlebnis besonderer Art, nicht zuletzt deshalb, weil sich beide, Lesung und Musik, in dieser „Vereinigung“ als gleichwertige Größen behauptet haben. (Bad Homburger Woche) Musik und Literatur als Reisebegleiter Erheblichen Anteil am Gelingen des kurzweiligen Abends hatte das Ensemble „Mellow Melange“. Mit Violinen, Gitarre, Banjo, Gesang, Schlagzeug, Saxophon, Querflöte, Klarinette und Bass untermalten sie nicht nur die professionellen Lesungen des Schauspielers Renato Grünig, sondern ergänzten die charaktervollen Darstellungen mit tonmalerischen Elementen. So hörte man im Geigensolo die schwere Lokomotive anrollen und immer schneller werden, man fühlte sich eingehüllt in den Rhythmus des Schlafliedes für Coral und konnte die Dramatik am Kölner Bahnhof dank der aufwühlenden Musik hervorragend nachempfinden. Musik und Literatur gingen den gemeinsamen stilistischen Weg bis in den nahen Orient, verwoben Wort und treffsicheren Klang zu einer Einheit und präsentierten dadurch eine spannende und vielseitige imaginäre Reise. (Taunus-Zeitung