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"Deep Blue" Rezension im Musiker Magazin 1/2021






Ingo Höricht

\"Deep Blue\"

Der studierte Violinist Ingo Höricht ist Kennern nicht nur durch sein spielerisches Talent bekannt, sondern auch durch seine kompositorischen Fähigkeiten, die er mit Projekten wie Mellow Melange oder dem Schné Ensemble immer wieder unter Beweis gestellt hat. Mit \"Deep Blue\" ist nun kürzlich unter seinem eigenen Namen ein neues Album erschienen, auf dem Höricht und sein Ensemble sich wieder einmal Hörichts großem Steckenpferd, ja seiner gar nicht so heimlichen Liebe widmen: der Kammermusik. 16 Stücke bzw. Arrangements erwarten den Hörer auf \"Deep Blue\", und sie geben einen tiefen Einblick in die Vielfältigkeit in Hörichts Werk und seine unorthodoxe Stilmischung. Vom Piano-Solo über das Trio aus Klarinette, Cello und Klavier bis hin zum Streichquartett sind so gut wie alle denkbaren Besetzungen zu finden. Auch die Stimmung der einzelnen Stücke reicht von ruhigen und andächtigen, vom \"Nordic Jazz\" inspirierten Stücken (die an moderne Interpreten wie Jan Garbarek oder Ketil Björnstad erinnern) bis hin zu feurigen Kompositionen, in denen osteuropäische Klassik, Jazz und Folk aus Südeuropa und dem Balkan zu verschmelzen scheinen. Ingo Höricht und seinen Mitmusiker*innen ist mit \"Deep Blue\" ein absoluter Geheimtipp gelungen für diejenigen, die gerne über den Deckelrand von Klassik und Kammermusik hinausschauen - ein Genre, in dem die Scheuklappen bisweilen oft noch sehr hoch gezogen werden.

www.ingo-hoericht.de P.S.